Die Bedeutung des sozialen Dienstleistungssektors hat in den letzten Jahren weiter zugenommen. Auch angesichts der strukturellen Finanzkrise der öffentlichen Haushalte ist davon auszugehen, dass sich dieser Wachstumsprozess – unter geänderten Finanzierungsbedingungen, d. h. einer stärkeren Marktorientierung und mit einer neuen inhaltlichen Gewichtung der Arbeitsschwerpunkte – fortsetzen wird. Von dieser Entwicklung werden allerdings nur Organisationen profitieren, die in der Lage sind, sich den veränderten Gegebenheiten und Anforderungen zeitnah anzupassen. Vor diesem Hintergrund wird die Nachfrage seitens sozialwirtschaftlicher und diakonischer Einrichtungen nach einem speziellen Managementwissen, das zugleich verknüpft ist mit entsprechenden Führungs- und Leitungskompetenzen, weiterhin kontinuierlich ansteigen.
Der anwendungsorientierte Masterstudiengang soll die Absolventinnen und Absolventen dazu befähigen, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Er beschreibt dabei bewusst nicht den Weg einer vorrangigen oder gar ausschließlichen Orientierung an der Vermittlung originär (betriebs-)wirtschaftlicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Diese bilden zwar einen unverzichtbaren fachlichen Bezugspunkt, zugleich besteht die Besonderheit des Studiengangs darin, spezifisch ethische und theologische bzw. diakoniewissenschaftliche mit organisationswissenschaftlichen, sozialökonomischen und sozialrechtlichen Kompetenzen zu verbinden.
Diese Kompetenzen sind folglich im Spannungsverhältnis zwischen diakonischer und sozialarbeiterischer Fachlichkeit sowie einem komplementären Managementwissen angesiedelt.
Die Vollzeit-Regelstudienzeit umfasst vier Semester (120 Leistungspunkte).
Der Master-Studiengang „Management in sozialwirtschaftlichen und diakonischen Organisationen“ richtet sich an Absolventinnen und Absolventen von Studiengängen des Sozialwesens einschließlich der Studiengänge Pflege, Heilpädagogik und Elementarpädagogik sowie gleichwertiger Studienabschlüsse anderer Fachrichtungen. Das Studium bereitet vor auf eine Übernahme von Leitungsverantwortung und/oder Konzept-/Projektentwicklung unter anderem in (kirchlich-diakonischen) Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Altenpflege, im Bereich der Arbeitsförderung sowie der beruflichen Bildung. Es qualifiziert seine Absolventinnen und Absolventen darüber hinaus für Tätigkeiten auf den verschiedenen Ebenen des Sozialstaates, der Sozialverwaltung und im Bereich der Wohlfahrtsverbände.
1. und 2. Semester:
Im ersten Studienabschnitt werden primär gesellschaftliche Rahmenbedingungen in ihrer Bedeutung für das Managementhandeln in sozialwirtschaftlichen und diakonischen Organisationen thematisiert.
Philosophisch-anthropologische, theologische und ethische Inhalte konturieren die normative Fundierung und Orientierung der Steuerung sozialer Organisationen.
Das Modul „Recht“ vermittelt spezielle juristische Kenntnisse und Befähigungen, die eine wichtige Voraussetzung für das Managementhandeln darstellen.
Volks- und betriebswirtschaftliche Inhalte sind auf die Aufgabenstellungen sozialwirtschaftlicher Organisationen hin fokussiert. Dabei finden Charakteristika diakonischer und kirchlicher Einrichtungen besondere Berücksichtigung.
Relevante Fragen der empirischen Forschung werden im Rahmen der Vermittlung theoretischer Grundlagen und Methoden empirischer Sozialforschung im 2. Semester behandelt. Der Anwendungsbezug des Studiengangs wird durch die Durchführung eines eigenen Forschungsprojektes in diesem Modul im 3. Studiensemester gestärkt.
3. und 4. Semester:
Im zweiten Studienabschnitt kommt den Theorien, Methoden und Instrumenten des Sozialmanagements besondere Bedeutung zu (Strategisches Management, Personalmanagement, Managing Diversity).
Im 4. Semester wählen die Studierenden eines der Wahlpflichtmodule „Case Management“ und „Gemeindeentwicklung“. Prinzipien, Methoden und Modelle der fallbezogenen Hilfe sowie der Gemeindeentwicklung werden hier als exemplarische Anwendungsbereiche des Managements thematisiert.
Den Studienverlaufsplan können Sie hier herunterladen!
Für Absolventinnen und Absolventen dieses Masterstudiengangs eröffnen sich Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern sozialer Dienste und Einrichtungen. Dazu gehören insbesondere:
Voraussetzung für die Zulassung zum Master-Studiengang „Management in sozialwirtschaftlichen und diakonischen Organisationen“ ist ein qualifizierter Abschluss eines Studiums im Bereich des Sozialwesens (z. B. Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Pflegewissenschaften), der Gemeindepädagogik und Diakonie oder eines anderen für den Masterstudiengang relevanten Studiengangs.
Näheres regelt die Zulassungsordnung.
Studierende erwerben den Abschluss Master of Arts (M.A.) „Management in sozialwirtschaftlichen und diakonischen Organisationen“.
Dieser Master berechtigt zum Zugang zum höheren Dienst.
Sie finden hier die Bewerbungsunterlagen für einen Studienplatz. Bei Fragen zum Bewerberverfahren wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen des Studierendensekretariats.
Informationen bekommen Sie über:
Frau Bannas (Telefon 0234-36901-153, bannas@efh-bochum.de) oder
Frau Skodzik (0234/36901-158, skodzik@efh-bochum.de).
Beachten Sie bitte die Bewerbungsfristen die in den Unterlagen ausgewiesen sind!
