Der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik soll Studierende für die Arbeit mit Menschen qualifizieren, die als behindert, von Behinderung bedroht gelten und/oder benachteiligt sind. Heilpädagogen/-innen arbeiten z. B. in der Frühförderung, in integrativen Kindergärten, in Schulen, im Erziehungshilfebereich, in Kinder- und Jugendpsychiatrien, in Wohneinrichtungen, Werkstätten für behinderte Menschen oder deren Alternativen oder sie können sich mit einer heilpädagogischen Praxis selbständig machen.
Insgesamt sind die Studierenden aufgefordert, ihr eigenes Profil zu entwickeln, um ihrer späteren beruflichen Orientierung Rechnung tragen zu können. Das Studium ist so angelegt, dass die Absolventinnen und Absolventen einerseits flexibel auf die Anforderungen des Berufsalltags reagieren und andererseits eine nicht zu eng gefasste Spezialisierung nachweisen können.
Das Studium fördert die Studierenden in folgenden Kompetenzbereichen:
Zum besonderen fachlichen Profil des Studiengangs gehört u. a. eine Theorieausbildung in Heilpädagogik und ihren Nachbargebieten, eine umfangreiche diagnostische Ausbildung, eine fundierte Methodenausbildung (z. B. im Bereich Psychomotorik) und eine berufsfeldorientierte Ausbildung im Schwerpunktstudium – hier haben Studierende die Wahl von drei aus fünf heilpädagogisch relevanten Tätigkeitsfeldern: (A) Kinder und Jugendliche, (B) erwachsene und alte Menschen, (C) Erziehungshilfe, (D) seelisch belastete/verletzte Menschen sowie (E) Unterstützung und Förderung der Gesundheit.
Die Vollzeit-Regelstudienzeit umfasst drei Jahre (180 ECTS Leistungspunkte). Das Studium beginnt zum Sommer- und Wintersemester eines jeden Jahres.
Im ersten Studienjahr werden neben den Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens vor allem die fachwissenschaftlichen Kenntnisse der Heilpädagogik und ihrer Nachbargebiete vermittelt; diese sind als Wissensgrundlage der heilpädagogischen Orientierung zu betrachten (Verstehen, Erklären, Einordnen).
Im zweiten Studienjahr stehen im Vordergrund die heilpädagogisch relevanten Ansätze des professionellen Handelns und die theoriegeleitete Praxiserfahrung (Blockpraktikum). Beide Bereiche stellen die Grundlage für begründete, zielgerichtete und reflektierte Vorhegensweisen dar, die für qualifizierte Heilpädagogen/-innen charakteristisch sind.
Im dritten Studienjahr wird die theoriegeleitete Praxiserfahrung fortgesetzt (Teilzeitpraktikum) und in den Wahlpflichtmodulen – ausgerichtet auf drei ausgewählte heilpädagogisch relevante Tätigkeitsfelder – mit spezifischen Theorieerkenntnissen untermauert, konkretisiert und vertieft; dies fördert die Anwendungskompetenz hinsichtlich fachspezifischer Kenntnisse und Handlungsansätze und erleichtert auch die Themenwahl für die BA-Thesis.
Den erforderlichen Praxisbezug des Studiums sichert das Modul „Theoriegeleitete Professionalisierung in Praxisfeldern“ mit insgesamt 18 ECTS. Im Rahmen dieses Moduls absolvieren die Studierenden ein vor- und nachbereitetes Blockpraktikum im Umfang von insgesamt 240 Arbeitsstunden sowie ein begleitetes Teilzeitpraktikum im Umfang von insgesamt 120 Arbeitsstunden.
Das Studium besteht aus insgesamt 19 Modulen. Die Module im Lernbereich „heilpädagogisch relevante Tätigkeitsfelder“ sind Wahlpflichtmodule – Studierende müssen sich für drei von fünf entscheiden. Die Studieninhalte sind in vier Lernbereiche gegliedert.
Fachwissenschaftliche Grundlagen
| Grundlagen der Heilpädagogik |
| Grundlagen der Erziehungswissenschaft |
| Ethische, anthropologische, theologische Grundlagen |
| Rechtliche, ökonomische und administrative Grundlagen |
| Psychologische Grundlagen |
| Medizinische Grundlagen |
| Sozialwissenschaftliche und sozialpolitische Grundlagen |
| Innovative Ansätze in der Heilpädagogik |
Methodische Schwerpunkte
| Professionelles Handeln |
| Diagnostik |
| Spiel-, körper- und bewegungsorientierte Förderung/ Intervention |
| Bildung und Erziehung |
| Beratung und Begleitung |
| Theoriegeleitete Professionalisierung in Praxisfeldern |
Heilpädagogisch relevante Tätigkeitsfelder
| Erziehung, Förderung, Bildung und Integration/Inklusion behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlichen |
| Begleitung von Wohnen, Arbeiten und Leben erwachsener und alter Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen |
| Unterstützung in Maßnahmen der ambulanten, teilstationären und stationären Erziehungshilfe |
| Heilpädagogische Unterstützung von Menschen mit seelischen Belastungen bzw. Verletzungen |
| Prävention, Bildung und Förderung von Gesundheit |
Wissenschaftliches Arbeiten
| Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens |
| BA-Thesis |
Der Bachelorstudiengang Heilpädagogik qualifiziert für Tätigkeiten in folgenden Arbeitsfeldern:
Die allgemeine, fachgebundene oder Fachhochschulreife (ggf. die hochschulweit gültigen Äquivalenzregelungen) stellen die grundsätzlichen Zugangsvoraussetzungen für die Aufnahme in den Bachelor-Studiengang dar. Näheres regelt die Zulassungsordnung.
Darüber hinaus ist ein dreimonatiges Vorpraktikum in einem für den Studiengang relevanten Handlungsfeld erforderlich. Näheres regelt die Studien- und Prüfungsordnung.
Bachelor of Arts (B. A.) Heilpädagogik
Mit der Verleihung des akademischen Grades wird die staatliche Anerkennung als Heilpädagoge/-in ausgesprochen
Die Bewerbungsunterlagen für den BA-Studiengang Heilpädagogik können Sie HIER im PDF-Format herunterladen.
Beachten Sie bitte die Bewerbungsfristen die in den Unterlagen ausgewiesen sind !
