Fachtagungen

Der Verein der Freunde und Förderer der Evangelischen Fachhochschule RWL veranstaltet seit 1990 Fachtagungen zu aktuellen Themen mit Referentinnen und Referenten aus Forschung, Lehre und Praxis der Sozialen Arbeit.

Ziel dieser an der EFH RWL stattfindenden Veranstaltungen ist es, den Dialog zwischen sozialer Praxis, Forschung und Ausbildung anzuregen und zu unterstützen. Das jeweilige Thema greift aktuelle Entwicklungen innerhalb des gesamten Spektrums der Sozialen Arbeit auf, welche mit entsprechenden Referentinnen und Referenten sowie gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert und im Hinblick auf die Weiterentwicklung der EFH RWL hinterfragt werden.

 
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2011 In diesem Jahr besuchte die Mitgliederversammlung die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen
 

Hier einige Fotoimpressionen:

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2010: Mitgliederversammlung der Freunde und Förderer besucht Moschee
 

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Bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins der EFH im Jahr 2010 unternahmen der Rektor, der Vorstand, die Mitglieder eine Exkursion zur Zentralmoschee in der Bochumer Innenstadt. Der Vorstand des Fördervereins plant für die Gestaltung der jährlichen Mitgliederversammlungen jeweils einen inhaltlichen Programmteil (Vortrag, Exkursion, Diskussion) - neben dem obligatorischen Imbiss, den Regularien und Verhandlungen zu weiteren Punkten der Tagesordnung.

Die Zentralmoschee ist in einem früher gewerblich genutzten Gebäude in der Schmidtstraße in Bochum untergebracht. Dessen große Lagerfläche war schon vor einiger Zeit mit viel Aufwand, Geschick und Geschmack zum Versammlungsraum umgestaltet worden. Es handelt sich um eine von insgesamt sechs Moscheegemeinden im Bereich der Stadt Bochum. Der Imam empfing die Besucher freundlich und zeigte ihnen unter anderem die Gebetsnische und die Kanzel und erklärte die Symbole des muslimischen Glaubens. Ebenso erläuterte er auch den Sinn seiner Amtstracht und zog diese zu Demonstrationszwecken (siehe Foto) an. Er las Textproben aus dem Koran, ließ eine neue, bibliophil ausgestattete Ausgabe des heiligen Buches herumgehen, demonstrierte seine Aufgabe als Vorbeter und stellte sich den Fragen der Besucher. Diese waren zahlreich – und das ist angesichts des interessierten Publikums kein Wunder.
Die Verständigung gestaltete sich problemlos, denn eine Absolventin der EFH, Mitglied der Moscheegemeinde, dolmetschte. Abschließend stand der geräumige Aufenthaltsraum für die Vertiefung des Erlebten zur Verfügung. Es gab den leckeren, starken schwarzen Tee türkischer Art, und die gastliche Atmosphäre tat ein Übriges, um den Gästen ein nachhaltiges, informatives Begegnungserlebnis zu bieten.

Bericht: Prof. Dr. Friedrich-Wilhelm Bargheer, stellv. Vorsitzender des Fördervereins

 
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2009: Fundraising und Soziale Arbeit – ein Spannungsfeld?
 

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Das Thema Fundraising stand im Mittelpunkt der Fachtagung des Vereins der Freunde und Förderer der Ev. Fachhochschule, die der Mitgliederversammlung vorausging. In drei Impuls-Referaten wurden Fragen des Fundraising skizziert. Maik Siebert, Fundraiser in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof wies in seinem Referat darauf hin, dass die Diakonische Stiftung auch schon vor 120 Jahren Spendenaufrufe per Handzettel an die Kirchengemeinden geschickt habe. Das Thema Fundraising habe also Geschichte. Für heutige professionelle Tätigkeiten im Bereich des Fundraising sei die sozialarbeiterische Ausbildung eine solide Grundlage. In Hinblick auf die sich anbahnende Kooperation mit der Fundraising Akademie in Frankfurt meinte er, die EFH bekomme mit einem möglichen `Center on Philanthropy and Solidarity´ eine einmalige Chance, diesen Bereich auf vorderster Forschungsebene in Deutschland mit zu begleiten. "Lassen Sie diese Chance nicht verstreichen, Fundraising und Philantropieforschung in unserer Region anzusiedeln und voranzubringen", appellierte er abschließend. Dieser Ansatz, Fundraising neu zu denken und zu verstehen, werde dringend benötigt.

"Fundraising ist zu einem konstitutivem Bestandteil in der Finanzierung von Dritte -Sektor - Organisationen geworden", betonte Dr. Thomas Kreutzer, Leiter der Fundraising Akademie in Frankfurt. Die Fundraising Akademie ist die führende Ausbildungsstätte für Fundraising in Deutschland. Der Bedarf an qualifizierten Mitar-beitenden und der Beratung von Organisationen im sozialen Bereich werde seiner Meinung nach weiter zunehmen. Bundesweit, so Kreutzer, würden jährlich über 1000 Stiftungen gegründet. Seiner Ansicht nach werden Ethik, Qualität und die Spender- und Stifterforschung in den kommenden Jahren die bestimmenden Themen der Fundraising - Branche sein. "Da dem anhaltenden Boom von Geben, Schenken und Stiften auf der Seite der Akteure eine ausgeprägte Ratlosigkeit in der Theoriebildung gegenübersteht, brauchen wir ein `Center on Philanthropy´", unterstrich der Akademieleiter.

"Das Verhältnis von Macht und Staat sollte unter dem Stichwort Solidarität noch einmal neu bedacht werden", so Prof. Dr. Fritz-Rüdiger Volz. Der Staat habe die Aufgabe, sich stärker an der sozialen Gerechtigkeit zu orientieren, meinte er. Ein `Center on Philanthropy´ an der Ev. Fachhochschule, so Volz weiter, könne in enger Kooperation mit der Akademie Grundlagenforschung sowie Wirkungs- und Nachhaltigkeitsforschung betreiben und wissenschaftliche Beratungsleistungen anbieten. Auch die Vernetzung mit bestehenden Dritte – Sektor - Forschungseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene könnte voran getrieben werden. Darüber hinaus sollen Kongresse und Veranstaltungen zur Theorie des Fundraising angeboten werden.

 
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