Selbstverbuchung durch den Einsatz von RFID-Technik

Was ist RFID-Technik?
Die Abkürzung RFID steht für „Radio Frequency Identification“. Mit dieser Technik werden Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt von einem Datenträger, dem sog. „Transponder“ oder „Tag“ zu einem RFID-Lesegerät und umgekehrt übertragen. Dazu haben wir alle Medien mit RFID-Etiketten ausgestattet. Diese bestehen aus einem Chip und einer Antenne.

Warum setzten wir die Selbstverbuchung ein?
In den letzten 5 Jahren sind die Ausleihzahlen um fast 30 % gestiegen und damit auch die Aufgaben der Bibliotheksmitarbeiterinnen. Gleichzeitig verzeichnen wir einen steigenden Bedarf an Beratung bei den Literaturrecherchen und nach erweiterten Öffnungszeiten, um die Hochschulbibliothek als Lernort nutzen zu können. Um bei einem gleichbleibenden Personalstamm Ressourcen dafür freisetzen zu können, wurde die Entscheidung getroffen, Routinetätigkeiten mittels Technikeinsatz zu rationalisieren. D.h. in Stosszeiten werden die Wartezeiten merkbar reduziert, da der Verbuchungsvorgang an der Theke erheblich schneller durchgeführt wird und wahlweise auch die Selbstverbuchung genutzt werden kann. Über den Rückgabeautomaten können Medien auch ausserhalb der Öffnungszeiten abgegeben werden.

RFID-Technik und Datenschutz
Alle Daten auf den Chips sind kodiert gespei-chert und können nur mit dem passenden Reader, der gleichen Frequenz und mit der richtigen Leseentfernung ausgelesen werden.
Wie bisher auch, findet die Benutzerkonto-verwaltung unberührt von RFID in der bibliotheksinternen Datenbank statt, so dass der Datenschutz wie bei allen anderen Bibliotheks-systemen gewährleistet ist. Personenbezogene Daten oder Ausleihvorgänge werden nicht auf den Chips gespeichert. Das direkte Zuordnen von Medien und Benutzer via RFID-Chips ist somit nicht möglich. Die Daten werden nach einem einheitlichem Standard, dem „Dänischen Datenmodell“ gespeichert. d.h. nur medienbe-zogene Daten wie Mediennummer, Art des Mediums, das Bibliothekssigel und bei Medien-kombinationen die Anzahl der dazugehörigen Teile.

RFID und Gesundheit
Die Sendeleistung der RFID-Geräte unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben. RFID-Geräte sondern keine Dauerstrahlung ab. Nur im Moment des Lesevorgangs entsteht ein minimales Magnetfeld, dessen Stärke weit
unterhalb der eines Handys oder schnurlosen Telefons liegt. Nach heutigem Wissensstand gibt es bei dieser Technik keine gesundheits-gefährdende Strahlung.

Wie funktioniert die Ausleihe und Rückgabe von Medien?
Für die Ausleihe nutzen Sie das Selbstver-buchungsterminal, bitte folgen Sie den Anwei-sungen auf dem Bildschirm. Es können bis zu fünf Medien gleichzeitig über die Stapelver-buchung erkannt und ausgeliehen werden.
Für die Rückgabe von Medien steht Ihnen unser Rückgabeautomat zur Verfügung, bitte folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Über den Rückgabeautomaten können die Medien auch außerhalb der Öffnungszeiten der Bibliothek zurückgegeben werden.

Sowohl bei der Ausleihe als auch bei der Rückgabe erhalten Sie eine Quittung.

RFID und Mediensicherung
Ein weiterer Vorteil ist, dass durch die Einführung von RFID nun auch eine Mediensicherung vorhanden ist. Nicht ordnungsgemäß verbuchte Medien werden beim Verlassen der Bibliothek erkannt, und durch einen Signalton angezeigt.

Umgestaltung der Hochschulbibliothek

Um die neue Technik einführen zu können, mussten die räumlichen Gegebenheiten ver-ändert werden.
Schon zu Anfang unserer Planung wurde deutlich, dass der vorhandene Platz in der Bibliothek für die geplanten RFID-Komponenten (den Rückgabeautomaten, die Sicherungs-Gates und den Selbstverbucher) nicht ausreichen würde. Für die Installation der notwendigen Komponenten war eine Erweiterung der be-stehenden Nutzungsfläche zwingend erforderlich, deshalb musste der Vorraum der Bibliothek integriert werden. Bei der Planung der räum-lichen Veränderungen hat sich in diesem Zusammenhang die Möglichkeit ergeben, durch den neu gewonnenen Platz 21 Computer-arbeitsplätze einzurichten, so dass zukünftig die Recherchen in einer deutlich ruhigeren Atmosphäre möglich sind. Außerdem wurde einer der beiden vorhandenen Balkone zu einem Gruppenarbeitsraum umgestaltet, damit auch Lerngruppen ungestört in der Bibliothek arbeiten können.
Alle Arbeitsplätze in der Bibliothek sind mit Steckdosen und Netzanschlüssen ausgestattet worden, zusätzlich wurde eine vollständige W-LAN-Abdeckung in der Bibliothek geschaffen. Jetzt kann an jedem Arbeitsplatz in der Bibliothek mit dem eigenen Notebook gearbeitet werden.

Das Projekt ist ausschließlich aus Studienbeiträgen finanziert worden.

Bilder der umgestalteten Hochschulbibliothek

Bild: Selbstverbucher
Foto: Selbstverbucher

BILD: Ausleihtheke
Foto: Neue Ausleihtheke

BILD: Garderobe
Foto: Neu gestalteter Garderoben- und Taschenschrankbereich

BILD: Kopierer
Foto: Neu gestalteter Kopierbereich

BILD: Computerbereich
Foto: Neuer Computer- und Opacrecherchebereich

Bild: Gruppenarbeitsraum
Foto: Neuer Gruppenarbeitsraum

 

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BILD: Rückgabestation