In der vorliegenden Arbeit wird das evangelische Selbstverständnis an der EFH mit empirischen Mitteln erforscht. Für eine Definition des evangelischen Selbstverständnisses wurden relevante Textmaterialien analysiert und ein Vergleich der EFH mit acht anderen konfessionellen und staatlichen Fachhochschulen durchgeführt. Anhand der Definition wurden ein standardisierter Fragebogen und ein strukturiertes Interview konstruiert. Die Befragung wurde mit 236 Studierenden und 29 Lehrenden durchgeführt. Um die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Studierenden und Lehrenden zu erhalten, bekamen beide Stichproben den identischen Fragebogen. Das strukturierte Interview wurde mit 9 Lehrenden geführt. Die empirische Untersuchung ergab, dass das evangelische Selbstver-ständnis an der EFH mit dem Fragebogen gut messbar war. Es zeigte sich, dass das evangelische Profil unterschiedlich intensiv wahrgenommen wird. Die Unterschiede in der Wahrnehmung waren aufgrund von Religionszugehörigkeit, Status (StudentIn/DozentIn), und der religiösen Sozialisation besonders deutlich. In den Interviews wurden der Zusammenhang zwischen der Sprachfä-higkeit der Studierenden in Bezug auf religiöse Themen und der Wahrnehmung des evangelischen Selbstverständnisses der EFH, sowie dem Bildungsauftrag der EFH als zentrale Themen erfasst. Es zeigte sich, dass das evangelische Selbstverständnis in die, in der Definition festgelegten, Umsetzungsbereiche hineinwirkt, und sich insbesondere im kirchlichen Bildungsauftrag in der Lehre in den Fä-chern Theologie, Ethik und Diakonie niederschlägt. Die EFH profiliert sich außerdem, indem sie ihr evangelisches Selbstverständnis in der eigenen Organisation, wie im Kirchenvertrag und in der Grundord-nung der EFH bestimmt, umsetzt. Die theologischen und diakonischen Einrichtungen und Zusatzveranstaltungen an der EFH wirken ebenso nach außen, wie die starke Vernetzung der EFH als Institution in der Region, und der einzelnen Lehrenden in ihre eigenen kirchlichen oder verbandlichen Kontexte.
Eine selbstreflexive Profession Sozialer Arbeit erfordert ein klar kommunizierbares, legitimierbares und artikulierbares normatives Verständnis sozialarbeiterischen Wirkens. Ethische Prinzipien, mit deren Hilfe die Soziale Arbeit ihre Ziele begründet und ihre Fachlichkeit orientiert, besitzen allgemeinen Charakter. Sozialarbeiterische Handlungsfelder unterliegen einer zunehmenden und stetigen Veränderungsdynamik. Angesichts dieser Entwicklung kann es keine endgültig umrissene und abgeschlossene Berufsethik geben. Stets neu auftretende berufsethische Fragen fordern immer wieder zu eigenständiger ethischer Reflexion heraus. Ethik in der Sozialen Arbeit ist demzufolge ein fortwährender berufsethischer Verständigungsprozess, der ethische Prinzipien in unterschiedlichen Handlungsfeldern zur Orientierung nutzt. Mit deren Hilfe lassen sich begründete und kontextuelle Regeln für die Praxis entwickeln. Das Lehrbuch stellt zentrale Leitbegriffe wie Gerechtigkeit, Verantwortung oder Menschenrechte in den Mittelpunkt, die in den Ethikkodizes der Sozialen Arbeit zentrale Bedeutung besitzen. Es führt problemorientiert in diese Begriffe ein und setzt sie zu normativen Dimensionen Sozialer Arbeit in Beziehung. Aus den vielfältigen ethischen Traditionen und Theorieansätzen kommen die professionsrelevanten Inhalte zur Sprache.
Wolfgang Maaser, Lehrbuch Ethik, Grundlagen, Problemfelder und Perspektiven; Studienmodule Soziale Arbeit Juventa-Verlag Weinheim und München 2010, ISBN 978 – 3-7799-2207-0
„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“, heißt es im Grundgesetz Art. 3 Abs. 3 Satz 2. Dies schließt auch Benachteiligungen während der Ausbildung ein, die durch bauliche, didaktische oder strukturelle Barrieren entstehen. Chronisch kranke und behinderte Studierende stoßen im Hochschulalltag oft auf Hindernisse: Sei es der Dozentenraum, der nur über das Treppenhaus zugänglich und damit für einen mobilitätsbeeinträchtigten Studierenden unerreichbar ist, sei es die Diskussionsrunde im Seminar, der die hörgeschädigte Kommilitonin nicht folgen kann, oder sei es der Ausschluss vom Prüfungsverfahren, weil der Prüfling als chronisch Kranker zu viele Fehltage aufweist.
Wie die meisten deutschen Hochschulen steht auch die EFH RWL vor der umfangreichen Aufgabe, nicht nur bereits bestehende Barrieren zu erkennen und zu beseitigen, sondern auch die Entstehung neuer Barrieren vorausschauend zu vermeiden, etwa im Zuge des Bologna-Prozesses oder baulicher Veränderungen der Hochschulgebäude. Der konkrete Handlungsbedarf sowie Vorschläge zur Beseitigung von Barrieren an der EFH RWL wurden nun im Rahmen des Projekts „Auf dem Weg zu einer barrierefreien EFH RWL“ erarbeitet. Zunächst wurde anhand einschlägiger Literatur die allgemeine Studiensituation chronisch kranker und behinderter Studierender in Deutschland ermittelt, insbesondere die beeinträchtigungsspezifischen Bedürfnisse bezüglich Hochschulzugang, Ausbildungsverlauf, Ausbildungsfinanzierung, Beratung und Assistenz. Gespräche mit Expertinnen und Experten der Universitäten Hamburg, Oldenburg und der TU Dortmund vervollständigten diese Bestandsaufnahme und brachten zudem neue Einsichten in die Umsetzbarkeit von Barrierefreiheit. In einem nächsten Schritt wurde die konkrete Situation der EFH RWL bezüglich Barrierefreiheit festgestellt. Zu diesem Zweck befragte man betroffene und nicht betroffene Studierende der Hochschule und veranlasste eine Begehung von Gebäuden und Gelände der Hochschule (anhand des standardisierten Instruments „Loeschcke-Plan“). Die Modulhandbücher sowie Studien- und Prüfungsordnungen wurden kritisch analysiert. Aus diesen Ergebnissen entwickelte die Projektgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Theresia Degener konkrete Empfehlungen, welche kurz-, mittel- oder langfristigen Maßnahmen zu ergreifen sind, um die EFH RWL als eine barrierefreie Hochschule zu gestalten.
Finanziert aus Studienbeiträgen
Leitung: Prof. Dr. Theresia Degener
Mitarbeit: Hannah Altena (stud. Mitarbeiterin); Christina Echelmeyer (stud. Mitarbeiterin); Stephan Lücke (ehem. Behindertenreferent des AStA); Thomas Neu (Lehrbeauftragter EFH RWL); Philipp Rademacher (Behindertenreferent des AStA); Prof. Dr. Ulrike Töllner-Bauer (Behindertenbeauftragte EFH RWL)
Laufzeit: Februar 2008 – April 2009
Downloads: Abschlussbericht (PDF); Kurzfassung (PDF); Anhang (PDF)
In gedruckter Form ist die Kurzfassung des Berichts im Rektorat der EFH RWL erhältlich.
Der vorliegende Sammelband „Regiert das Lokale das Soziale? – Kommunalisierung und Dezentralisierung Sozialer Dienste als sozialpolitische Reformstrategie“ greift eine höchst aktuelle Entwicklung in der Debatte um die Sozialstaatsentwicklung auf. Die Kommunen sehen sich gegenwärtig aufgefordert, ihre Rolle als „Motor der sozialen Integration“ und als Kern der Zivilgesellschaft neu zu definieren und auszugestalten. Dadurch entwickeln sich Themen wie Sozialraumorientierung in den Sozialen Diensten, Gemeinwesen- und Quartiersarbeit sowie die Aktivierung Bürgerschaftlichen Engagements zu zentralen Aufgaben der kommunalen Sozialpolitik. Der Band beleuchtet die Gründe und Verlaufsformen dieser Bewegung, die sich in den verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit unterschiedlich darstellen, aber gemeinsam als Prozesse politischer Dezentralisierung beschreiben lassen.
Herausgeber: Prof. Dr. rer soc. Heinz-Jürgen Dahme / Prof. Dr. Norbert Wohlfahrt
Schneider Verlag Hohengehren GmbH, ISBN 978-8340-0691-2
Was soll der Schauspieler empfinden - Nähe oder Distanz zur verkörperten Figur? Schauspieler(innen) wie Fritzi Haberlandt, Simon McBurney, Peter Kurth und Yoshi Oida antworten auf diese Streitfrage und beschreiben hier erstmals einen für die Schauspielpraxis fundamentalen Zustand tiefer, freudvoller Erregung, der sich in herausfordernden theatralen Gestaltungsprozessen einstellen kann. Diese Äußerungen werden in Beziehung zu den unterschiedlichsten künstlerischen und psychologischen Theorien gesetzt, unter anderem werden die gegensätzlichen Konzepte Konstantin Stanislawskis und Jacques Lecoqs untersucht. Was sich hinter Theaterspielflow exakt verbirgt, wie er entstehen und initiiert werden kann und warum er so bedeutsam für jede Art von Theaterarbeit ist, illustrieren die zahlreichen Praxisbezüge.
Dietmar Sachser
Theaterspielflow - Über die Freude als Basis schöpferischen Theaterschaffens (Dissertation)
Alexander-Verlag Berlin
ISBN 978 - 3 - 89581 - 213-2
Gott so zur Sprache bringen, dass es ankommt - das ist lebendiger Religionsunterricht. Der Band macht zehn konkrete Unterrichtsvorschläge: variabel, umsetzbar, lehrplankonform und lebensrelevant. Im Alltag des Religionsunterrichts kommt der Alltag der Schülerinnen und Schüler oft nicht vor. Die Folge davon: Sie lernen zwar allerlei "über Religion", lernen aber Religion nicht wirklich kennen, geschweige denn schätzen. Der Autor lehrt, vom Kind, vom Jugendlichen aus zu denken und Gott in den Lebensfragen und Lebenskrisen des Augenblicks zu entdecken, zu befragen und zu hören. In solchem Unterricht geht es "zur Sache", jenseits von freundlichen Phrasen oder sendungsbewusstem Belehren.
Bernd Beuscher Langeweile im Religionsunterricht? Zur Sache und unter die Haut 1. Auflage 2009, 160 Seiten, kartoniert , Verlag Vandenhoek & Rupprecht ISBN 978 - 3-525-58003-5

Report of the sub-regional meeting on disability legislation:
Decent work for persons with disabilities in Africa
University of the Western Cape Cape Town,
South Africa
12–14 May 2008
Das Forschungsprojekt „SELBST-Selbstbewusstsein für behinderte Mädchen und Frauen (§ 44 SGB IX)“ ist ein Kooperationsprojekt des Friederike-Fliedner-Instituts, ein An-Institut der Evangelischen Fachhochschule Rheinland – Westfalen – Lippe und des Deutschen Behindertensportverbandes. Es startete im Oktober 2003 und unterlag, während der drei jährigen Laufzeit, der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Theresia Degener (Bochum), Prof. Dr. Sabine Kühnert (Bochum) und Prof. Dr. Julia Zinsmeister (Köln). Das Projekt befasst sich mit den Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins für behinderte Mädchen und Frauen, die mit dem Sozialgesetzbuch IX im Jahre 2001 neu in den Rehabilitationssport aufgenommen wurden. In dem Forschungsprojekt, welches im Dezember 2006 erfolgreich abgeschlossen wurde, sind zwei Curricula entwickelt worden. Curriculum 1 beschreibt Vorgaben für die Durchführung der Übungen, Curriculum 2 bezieht sich auf die Ausbildung der Übungsleiterinnen. Die Ergebnisse des Projektes verstehen sich als empfehlendes Rahmencurriculum und sollen Anbietern und Leistungsträgern eine Orientierung zur Qualitätssicherung bei der Durchführung der neuen Rehabilitationsleistungen nach § 44 Abs.1 Ziff.3 SGB IX geben.
Der Bericht über das Forschungsprojekt SELBST wurde nun vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zur Veröffentlichung freigegeben.
Download des Abschlussberichtes (PDF - 2.98 kB)
Download Anhang des Anschlussberichtes (PDF - 243 kB)






SELBST-Selbstbewusstsein für behinderte Mädchen und Frauen